Sonntag 17.03.2024

Um kurz vor 1/2 9 Uhr starten wir den Hobel zur ersten Reise im Jahr 2024. Es soll eine

gemütliche, entspannte Frühjahrsfahrt sein. Bei wenig Verkehr und durchwachsenem Wetter

geht es über Zell a.See, Mittersill durch den Felbertauerntunnel. Hier oben haben wir

zur Kaffeepause schönsten Sonnenschein und einen klaren Blick auf die von Neuschnee

überzuckerte Bergwelt.

Im Pustertal ist bis Toblach auch noch wenig los. Aber nach dem Mittagessen in einer Pizzeria

ist bis Bozen ordentlich Ausflugsverkehr und auch viele Skiurlauber sind noch unterwegs.

Es meiden doch viele Autofahrer die Autobahn. Nach Bozen geht es dann über den

immer wieder interessanten Mendelpass. Wenige Kilometer nach der Passhöhe beenden

wir nach 344 km kurz nach 16 Uhr die heutige Fahrt. Wir haben einen ruhigen Übernachtungsplatz beim Hallenbad von Ronzone gefunden. Der Blick auf die umliegenden Berge ist grandios,

aber der Himmel ist jetzt leider grau in grau. So wie es ausschaut werden wir hier die Nacht

ganz alleine verbringen können.  Nachdem wir uns häuslich eingerichtet haben, vertreten wir uns

bei einem kurzen Rundgang noch die Beine.

 

                                         am Felbertauern                                                                  Übernachtungsplatz in Ronzone

Montag 18.3.2024

Wir verbringen eine sehr ruhige Nacht, wie erwartetet ganz alleine auf dem sehr schön angelegten

Areal. Mit hoher Bewölkung bei 7° beginnt für uns der neue Reisetag. Nach dem Frühstück rollt der Hobel über Cis und Male kurvenreich entlang der riesigen Apfelplantagen. der extrem niedrige 

Wasserstand des Lago di S. Giustina wirft die Frage auf, wie der Wasserbedarf für den Apfelanbau 

gedeckt werden soll. wenn schon im Frühjahr so wenig Wasser vorhanden ist. In Dimaro biegen wir dann von der Strecke zum Tonale Pass ab. Über Madonna di Campiglio,  fahren wir bis Tione.

Leider liegt die eindrucksvolle Brentagruppe im Nebel, ist aber dennoch recht gut zu erkennen.

Es liegt noch sehr viel Schnee in der Region, so dass viele Skifahrer unterwegs sind. Die Skiorte ist fest in der Hand der Osteuropäer (Polen, Ungarn, Tschechen und Slowaken). In Tione kaufen wir bei einem gut sortierten Euro Spar Supermarkt ein. Es ist  verblüffend wie viel qualitativ

gute Ware wir in Italien für unser Geld bekommen. Zu Mittag gönnen wir uns ein sehr leckeres

ganz frisches Grillhähnchen. Es hat inzwischen richtig zu regnen angefangen und so bleibt es auch bis kurz vor Anfo am Idro See. Hier beziehen wir direkt am See einen schön gelegenen 

Stellplatz und beenden heute nach 125 km den zweiten Fahrtag. Wir wollen noch einen Spaziergang am See unternehmen und ansonsten faulenzen. 

 

der niedrige Wasserstand des Lago Giustina                       die Brenta Gruppe bei Madonna 

Am Spätnachmittag hört es auf zu regnen und wir gehen am Ufer des Idro Sees bis zur 

Fortezza Anfo, einer eindrucksvollen Befestigungsanlage, die sich vom Seeufer den ganzen Monte Censo hinaufzieht. Der Ursprung geht auf das 15. Jhdt. , im 19. Jhdt. unter Napoleon erweitert.

Leider verhüllen die Wolken die sicher schöne Berglandschaft, dennoch ist es irgendwie stimmungsvoll. Als wir zurück kommen sind alle 3 Stellplätze belegt. Außer uns ein Wohnmobil aus Weilheim und ein Camper in unserer Größe aus England.

Dienstag 19.03.2024

Morgens hat es wiederum 7°C und es ist ganz klar. Allerdings dauert es doch bis 3/4 8 Uhr bevor die Sonne über die Berge kommt. Na das schaut ja schon anders aus. Wir verlassen kurz nach 

8 Uhr den guten Übernachtungsplatz und es geht durch viele Tunnels starkem Verkehr mit vielen Lastwagen zunächst über Salo und Desenzano an das Ende des Gada Sees. Von hier auf verschiedenen zum Teil sehr engen Landstraßen über Reggio Nell Emilia zunächst nach Vezzano.

Auch hier überraschend viel los auf den Straßen. Nach einer einstündigen Mittagspause  rollen wir nun zunächst durch zahlreiche Tunnels bis wir um 14:30 Castelnuovo ne Monte erreichen.

Markant der kastenförmige Berg, auf dessen Rückseite wir einen guten Stellplatz finden.

Hier ist für heute nach 201 km Schluss mit dem Fahren. Uns eilt es schließlich nicht.

Heute sind wir wieder zu dritt auf dem Stellplatz der Gemeinde.

Wir können erst morgen um 09:30 in Monterossa al Mare anrufen, ob für uns noch ein Stellplatz frei ist. Anscheinend ist in Cinque Terre schon einiges los und das um diese Zeit.

    Idro See und Festung von Anfo im Sonnenlicht                                           der Monte bei Castelnovo

Mittwoch 20.03.2024

Klarer Himmel bei 8°C und wir sind um kurz nach 8 Uhr zu neuen Taten bereit. Zunächst Sonne pur, aber schon nach kurzer Zeit ziehen Nebel herein. Eine herrliche Bergstraße hinauf zum 

Passo Cerroto. Schon bald sehen wir im Dunst den schneebedeckten Monte Cusna mit 2120 m.

Als wir höher kommen wird die Sicht zunehmend besser und wir haben einen wunderbaren

Blick auf die Berge des Apennin. Wir erreichen die Passhöhe bei 1260 m und sind von der 

Streckenführung begeistert.

 Der Monte Cusna sticht heraus

Ebenso kurvenreich geht es auf der anderen Seite wieder hinunter, besonders schön ist die

Umgebung von Fivizzano. Danach wird es weniger kurvenreich bis Aulla. Hier merken wir, dass wir

bald La Spezia erreichen, denn der Verkehr nimmt erheblich zu. Da wir im Navi "Autobahn meiden"

eingegeben haben, müssen wir großräumig bis Sarzana fahren, um dann Richtung Cinque Terre

zu gelangen. Leider verfranzen wir uns ein wenig, so dass wir Monterosso de Mare nicht auf der

Küstenstraße, sondern über das weniger spektakuläre Hinterland erreichen.

Na, die Küstenstraße gibt es dann eben auf der Rückfahrt. Wir rufen von unterwegs bei der

Dame vom Stellplatz an und bekommen tatsächlich noch einen Platz für vorerst 3 Nächte.

Mit dem uns zugesandten Code können wir die Schranke öffnen und stehen nach 133 km 

kurz vor 14 Uhr an dem strategisch guten und für hiesige Verhältnisse günstigen Platz.

Es gibt Strom( benötigen wir nicht unbedingt), Frischwasser und Entsorgungsmöglichkeit.

Bei 24°C lassen wir es beim Sonnenbad erstmal gemütlich angehen und werden nachher

entscheiden, was wir morgen hier unternehmen. Ein rundherum gelungener Tag der für

gestern mehr als entschädigt. 

Donnerstag 21.3.2024C

Um 8:30 lassen wir uns vom Shuttle Service des Stellplatzes zum Ortseingang von Monterosso al

Mare bringen. Die Chefin empfiehlt uns, die Wanderung von Corniglia zurück nah Monterosso 

zu unternehmen, das wäre etwas angenehmer. Wir werden der Empfehlung folgen und schauen uns erst mal ein wenig in dem wunderschönen Ort um. Um diese Tageszeit ist noch überhaupt nichts los, so dass wir einige Sehenswürdigkeiten fast alleine anschauen können. 

Anschließend marschieren wir zum Bahnhof und lösen ein Ticket für den Zug bis Corniglia.

Kostet für uns beide zusammen 10.-€ , um 9:42 kommt die Bahn und 8 Minuten später steigen

wir am Zielbahnhof aus. Kaum zu glauben, dass die reine Gehzeit zurück fast 5 Stunden beträgt.

Corniglia liegt auf einem wuchtigen Felsvorsprung hoch über dem Meer. vom Bahnhof geht es über eine sehr steile Serpentinentreppe 382 Stufen in den kleinen Ort (200 Einwohner). Sehr schmale Gassen. Wir besichtigen die gotische Chiesa San Pietro. Die kunstvoll gearbeitete Fensterrose ist aus weißem Marmor, die Marmorfiguren im Portalbogen stammen aus dem

14.Jahrhundert.

Nach einem guten Cappuccino und einem Brioche geht es zunächst sehr steil aufwärts, später mehr oder weniger eben auf relativ guten, manchmal recht engen Pfad in 2 Stunden nach

Vernazza. Unglaublich, was die Instandhaltung des Weges für eine Arbeit sein muss. 

Es ist sowas von schön hier zu wandern und die Aussichten nach unten und oben sind fantastisch.

Wir begegnen zwar immer wieder anderen Wanderern, aber es hält sich in Grenzen. Aber in der Hochsaison stellen wir uns das Ganze lieber nicht vor.

Dann ein unglaublicher Tiefblick das hübscheste Cinque Terre Dorf, Vernazza. Der Abstieg über

gefühlt unendlich viele Stufen hat es in sich und wir sind froh, dass wir nun um kurz nach 13:00 Uhr eine Mittagspause einlegen. Wir finden ein nettes Lokal und die Spaghetti mit Meeresfrüchten sind vorzüglich und der Preis ist mehr als akzeptabel.

Nach dem Essen bummeln noch zum Hafen, gönnen uns ein leckeres Eis und nehmen die zweite Etappe in Angriff. Der Anstieg zurück nach Monterosso hat es in sich und das 1/4 Wein zum Essen macht sich in schweren Beinen bemerkbar. Aber die Strapaze lohnt sich. Von hoch oben nochmals ein umwerfender Blick auf dieses malerische Dorf. 

Für den Weg von Vernazza bis Monterosso benötigen wir 2 1/2 Stunden, teilweise ist der Weg sehr schmal und es geht auch nicht immer in gleicher Höhe dahin.  Es sind schon ein paar Auf und Abstiege und zum Ende werden die Stufen auch merklich schlechter, kurzum als wir am Zielort ankommen reicht es uns für heute. Um 17:00 Uhr lassen wir uns vom Shuttle Service wieder zum Stellplatz bringen. Ein herrlicher, aber sehr anstrengender Tag. Nun ist Körperpflege angesagt.

Freitag 22.03.2024

Oh irgendwie sind wir bei Aufstehen noch etwas platt, also heute gleich nochmal so eine

strapaziöse Wanderung muss nicht sein. Der Shuttle Service bringt uns um kurz nach 9 Uhr wieder

nach Monterosso. Die Sicht ist heute wesentlich klarer und der Himmel wolkenlos. Zunächst 

marschieren wir zum El Gigante, der aber unter diversen Stürmen und Fluten schon ganz schön gelitten hat. Es geht an der Chiesa San Giovanni Battista vorbei, dann an einem markanten Felsen

und dem Bahnhof vorbei .

Das Zug Tagesticket für Senioren ab 70 kostet pro Person 16.-€, wir fahren zunächst bis zum

östlichsten Cinque Terre Dorf Riomaggiore. Der Hafen ist so klein, dass die meisten Boote am

Land "geparkt" werden müssen. Nun wieder viele Stufen hinauf, der Cappuccino muss schon verdient werden.

Danach geht es die Hauptgasse Via Colombo nach oben zunächst bis zur Kirche, die ebenfalls

Chiesa San Giovanni Battista heißt. Von hier dann den Treppenweg zur wuchtigen Genueser Burg aus dem 16. Jahrhundert. Leider wir diese gerade restauriert und wir können nicht hinein.

Von hier gehen wir dann einen sehr sehr steilen Treppenweg und ganz enge Gassen zurück bis zum Bahnhof.

Mit dem nächsten Zug fahren wir dann eine Station zurück nach Manarola. Das kleine 

Küstendorf erhebt sich über einen schroffen Felsvorsprung Die kunstvoll verschachtelten Häuser drängen dicht ans Wasser und stapeln sich spektakulär den Hang hinauf. Die Ausblicke auf die Küste mit der Bahnlinie und dem unteren Wanderweg sind einfach genial.

Hier essen wir auch zu Mittag und gönnen uns anschließend noch ein Eis.

Auf der Rückfahrt nach Monterosso al Mare legen wir in Vernazza nochmals einen Halt ein, der Ort hat uns ausnehmend gut gefallen. Hier lassen wir uns am Hafen eine ganze Weile von der Sonne verwöhnen. Die letzte Station ist dann Monterosso, hier lassen wir uns wieder abholen.

Wiederum ein herrlicher Tag, aber in den Dörfern ist wesentlich mehr los wie gestern bei den

doch anspruchsvolleren Wanderwegen. Für Ende März sind es nach unserem Eindruck schon sehr viele Touris und Ostern ist ja erst nächste Woche.

Für morgen ist leider Regen angesagt, mal sehen, ein Ruhetag ist ja auch mal ganz schön.

Samstag 23.03.2024

Leider hat der Wetterbericht recht. Morgens schon alles grau und grau und erheblich wärmer wie die Tage zuvor ( 14,5°C).  Es nieselt schon leicht und ab 09:30 Uhr beginnt es ordentlich zu regnen.

Also heute ist es sicher nicht ratsam auf einem der Wege zu gehen. Deshalb bleiben wir am Stellplatz, schauen in Landkarte und Führer um für die nächsten Tage etwas zu planen. Morgen und am Dienstag soll das Wetter recht ordentlich sein, dafür ist für Mittwoch und Donnerstag 

starker Dauerregen angesagt und das eigentlich im gesamten Norditalien. Wir beschließen deshalb eine Planänderung dahingehend, dass wir am Montag zunächst  die Küstenstraße bis La Spezia nehmen und dann relativ zügig nach Piombino fahren, nach Elba übersetzen und hoffentlich vor Ostern noch einen Stellplatz zu ergattern. Denn auf Elba soll der Regen nicht ganz so heftig sein und er ist vor allem nicht für so viele Tage angesagt. Mal sehen.

Bilder gibt es heute keine-denn es gibt auch nichts Neues zu sehen.

Sonntag 24.03.2024

Das schlechte Wetter ist durchgezogen und heute schaut es wieder richtig gut aus. Der letzte Tag 

an dem guten Stellplatz und wir gehen nach dem Frühstück direkt vom Platz steil hinunter nach

Monterosso Al Mare. Nicht steil, sondern sehr sehr steil. Nach einigen wenigen Serpentinen

geht es direkt kerzengerade hinunter. Wir müssen schon sehr aufpassen, dass wir im Ort 

ohne Rutscher ankommen. Na das kann ja hinauf lustig werden.

            Gestern Abend                             heute früh                                                   unser Stellplatz

Durch den gestrigen Wind herrscht ganz schöner Wellengang und bei einem Cappuccino direkt vor

dem markanten Felsen schauen wir der Gischt eine ganze Weile zu. Es ist Sonntag und darum 

lassen wir es sehr gemütlich angehen.

Zu Mittag gibt es heute die schlechtesten Pizzaecken, die wir je gegessen haben. Wir nehmen uns vor, künftig wieder, auch wenn es mehr kostet, auf die Qualität zu achten.

Bei einer Stufe von 1 ( sehr schlecht) bis 10 (sehr gut) vergeben wir die Note 1-.

Danach schlendern wir vom El Gigante wieder zurück und nach dem wirklich steilen und anstrengenden Anstieg sind wir kurz vor dem Nachmittagskaffee wieder am Hobel und lassen uns für den Rest des Tages von der Sonne verwöhnen. Morgen soll es dann Richtung Elba gehen.

Montag 25.03.2024

Frischwassertank voll, Porta leer- wir starten um 08:15 und nehmen diesmal die kurvenreiche

Küstenstraße nach La Spezia. Aufgrund des dichten Bewuchses können wir aber nicht sehr häufig auf die Dörfer hinuntersehen. Aber wo es geht ist es nochmals sehr eindrucksvoll.

Wir quälen uns zunächst am Hafen entlang, dann durch La Spezia, bis wir die Hauptstraße Richtung Carrara erreichen. Es ist irre viel Verkehr. In einem sehr gut sortierten Supermarkt

kaufen wir ein. Unglaublich was wir in Italien an besten Lebensmitteln für unser Geld bekommen.

Man hat das Gefühl, dass wir in Deutschland so was von abgezockt werden, es ist nicht zu fassen.

Weiter auf der viel befahrenen Straße, eigentlich im Konvoi. In Massa sind es dann noch 120 km bis Piombino und obwohl wir es äußerst ungern tun, aber wir nehmen die Autobahn. Langsam fahren ist dann schön, wenn es die Landschaft hergibt oder sonst was Interessantes zu sehen ist. Aber das hier ist mit 25km/h/ eigentlich für die Würst. In Pimobino bekommen wir problemlos die nächste

Fähre um 14:30. Es ist noch gar nichts los. 

Nach einer Stunde legen wir in Elba an und sind entsetzt. Sowas von zugebaut und es herrscht auch ohne die Touristen viel Verkehr--Kolonnenfahren ist angesagt.. Der anvisierte Stellplatz bei

Capoliveri ist noch geschlossen, so geht es zurück nach Porto Azzuro. In der Nähe ist ein

geduldeter geschotteter Übernachtungsplatz oberhalb des Meeres. Wir stehen zu Dritt.

Für Morgen ist übelstes Wetter angesagt-mal sehen wie es weiter geht.

Aber eine schöne Orchidee ist da und dann gibt es einen leichten Drink.

Dienstag 26.03.2024

In der Nacht regnet es teilweise heftig, in der Früh bis zu Mittag nicht so stark aber ausdauernd.

Nachmittags spitzt sogar ein paar Mal die Sonne und wir unternehmen wenigstens einen

Mini Spaziergang zur nächsten Bucht. Ansonsten wälzen wir Reiseführer und Karte, zudem

ziehen wir Park 4 Night zur Rate, um die nächsten Tage etwas zu planen. Mehrere Alternativen, je nach Wetter. Campingplätze werden wir meiden, weil wir nicht bereit sind zwischen 60 und 70€

zu bezahlen. Es gibt auch einige Stellplätze mit Entsorgungsmöglichkeiten. Ansonsten gibt es heute nichts zu berichten. 

                                    die Nachbarbucht, leider ohne Stellmöglichkeit

Mittwoch 27.03.2024

In der Nacht geht so ein heftiger Wind, dass der Hobel wackelt. In der Früh schüttet es zu dem

wie aus Kübeln. Bis kurz nach Mittag, da ist der ganze Platz schon unter Wasser, dann reißt es

relativ schnell auf und wir können wenigstens ganz vorsichtig um den Hobel gehen und uns etwas

in die Sonne stellen. Der Wind ist aber noch ziemlich frisch. Ein Tag ohne Unternehmungen, morgen wollen wir Richtung Capo Cavo fahren.                  

Donnerstag 28.03.2024

Um kurz vor 8 Uhr verlassen wir bei bedecktem Himmel, aber wenigstens ohne Regen den

Stellplatz. Zunächst ein paar Kilometer zurück nach Porto Azzuro. Im dortigen Conad Supermarkt

müssen wir uns noch mit Wasser, Obst und Brot eindecken, denn über Ostern wollen wir

möglichst irgendwo stationär bleiben. Denn am Sonntag oder an Feiertagen ist es nicht so ratsam in Italien, zumal auf einer kleinen Insel herumzufahren. Nach dem Einkauf geht es in Serpentinen

auf enger Straße zuerst nach Rio Marina. Laut Park 4 Night muss hier am Hafen eine Möglichkeit zum Füllen des Wassertanks sein. Nach kurzem Suchen wird Uschi fündig und nach einigen Gießkannen sind wir für einige Tage versorgt. Kaffeepause oberhalb des sehr bewegten Meers bei einer ehemaligen Mine. Dann fahren wir erst noch das kurze Stück bis Cavo, in der Hoffnung ein

Restaurant zum Mittagessen zu finden. Pustekuchen, absolut tote Hose in dem kleinen Ort.

Also wieder ein paar Kilometer zurück und nach heute 27 km erreichen wir direkt am Meer einen ansprechenden Parkplatz, an dem wir die nächsten Tage stehen wollen.                 

                                                                       " Unsere Bucht" über Ostern

Karfreitag 29.03.2024 

In der Nacht fängt der Wind wieder heftig an, morgens spitzt die Sonne hinter Nebelschwaden, es hat 17°C. Für Samstag gibt es eine Sturmwarnung-mal sehen. Wir stehen jedenfalls nicht unmittelbar bei Bäumen und weit genug von eventuellen Wellen. Ansonsten ist lesen, Möwen und Meer beobachten angesagt. Erholung pur. Also so sah es bei uns den ganzen Tag aus. Das Wetter ist durchaus ausbaufähig. 

Samstag, 30.03.2024

Wie gehabt, starker Wind nachmittags in Sturm übergehend, stark bewölkt. Aber dafür sind heute die Wellen vom Saharastaub gefärbt. Wir freuen uns für alle, die im Berchtesgadener Land bei bis 25°C den Tag so richtig genießen. Unser Hobel ist mit einer gelbbraunen Schicht überzogen.

 

Ostersonntag 31.03.2024

Der 6. Tag in Folge mit dem S.....wetter. Aber heute ist es noch eine Steigerung. Es ist nicht neblig, sondern fette dunkle Regenwolken ziehen auf und seit 10:30 regnet es immer wieder. Sicht gegen null und weiterhin ein starker Wind. Es schleicht sich etwas Frust ein, es kann eigentlich nur besser

werden. Woanders hinfahren macht auch keinen Sinn, denn es handelt sich um ein ausgeprägtes

Mittelmeertief und ganz Italien ist betroffen. Erst südlich von Rom soll es etwas besser sein, aber dort wollen wir eigentlich auch nicht hin. Also aussitzen, ab Dienstag soll es besser werden.

Die Hoffnung stirbt bekanntlich am Schluss. Bilder heute keine, es gibt schlicht nichts zu sehen

Ostermontag 01.04.2024

Wie gehabt, alles grau in grau und es nieselt. Gegen 1/2 10 Uhr verlassen wir die Bucht, denn wir müssen den Frischwassertank befüllen. Die 2,5 km zurück nach Rio Marina an die "Zapfstelle" am

Hafen. Danach stellen wir uns an den schon bekannten Parkplatz oberhalb des Meeres und machen uns einen Kaffee. Die anschließende Regenpause nutzen wir zu einer Miniwanderung

an der Küste. Da es trocken bleibt gehen wir nun in den Ort und  sind eigentlich angenehm überrascht. Sehr nettes kleines Städtchen. Zweimal kommt eine Regenschauer, aber jedes Mal finden wir eine Möglichkeit zum Unterstellen. Wir schauen uns einige Restaurants an und entscheiden uns für die Trattoria De Nine, was sich als Glücksgriff heraus stellt. Ein echter

kleiner Familienbetrieb. Muscheln in Weißweinsoße zusammen, dann jeder einen Fischteller

mit leckeren Kartoffelchips und Salat. Ein kulinarisches und bezahlbares Highlight.

Kaum sind wir an "unserer Bucht" zurück gehen mehrere kräftige Regengüsse nieder, so dass wir den Hobel momentan nicht trockenen Fußes verlassen könnten. Kurz darauf als Krönung noch ein

Gewitter. Na ja, morgen soll die Wetterwende kommen.

Dienstag 02.04.2024

Es gibt sie noch-die Sonne-. Strahlend blauer Himmel mit Sonnenschein gleich in der Früh. Gestern gab es zum Abschluss noch zwei heftige Gewitter, aber nun scheint der Spuk vorbei. Zunächst fahren wir nach Cavo. Hinter dem heute sehr viel freundlicheren  Ort geht es dann hinauf in die 

Berge. Eine kurvenreiche Straße führt hinauf und bald sehen wir das Bergdörfchen Rio nell'Elba.

Wir halten zum Vormittagskaffee an und um uns herum jede Menge Rosmarinsträucher, die 

gerade blühen. Auch eine wunderschöne Orchidee ist hinter den Leitplanken zu sehen.

Unterhalb von Rio nell' Elba stellen wir den Hobel ab und gehen in den mittelalterlichen Ortskern.

Der Ort hat sich seine Ursprünglichkeit bewahrt, die touristischen Einrichtungen halten sich in Grenzen. An der Piazza de Popolo ist gerade ein Minimarkt, die wuchtig gedrungene Kirche Santi

Giacomo e Quirico bestimmt das Ortsbild. Auch das öffentliche Bad ist sehenswert.

Anschließend wird die Straße immer enger, ein Schild weist darauf hin, dass Fahrzeuge nur bis

zu einer Breite von 2 m fahren dürfen, puh, wir haben 1,9 m. Unterhalb des Castello del Volterraio

finden wir einen klitzekleinen Parkplatz. Es ist zum Mittagessen, es gibt Schinken mit Melone.

Wir entdecken eine wunderschöne Zikade.

Noch ein Blick auf das Meer, dann ist die herrliche Bergstrecke zu Ende und wir fahren noch ein paar Kilometer nach Portoferraio zum einkaufen. Markant die Festungsanlage Fortezze Medicci

aus dem 16. Jahrhundert. 

Wir füllen unsere Lebensmittelvorräte bei einem Conad Markt auf und dann rollt der Hobel wiederum eine Bergstraße hoch in Richtung Lacona. Herrliche Ausblicke auf das tief unten liegende, fast kitschig blaue Meer. Besonders schön der Blick Richtung Lacona, wo links der Golfo die Lacona und rechts der Golfo Stella die vielen Campingplätze säumen.

Kurz darauf sind wir in Marina di Campo, nun am kleinen Flughafen vorbei einige Kilometer bis 

Proccio. Ein Blick auf die Steilküste des gleichnamigen Golfo. Immer die Küstenstraße entlang bis

Marciana Marina, dann noch 5 km ins Landesinnere zu unserem heutigen Ziel, einem kleinen

Stellplatz mit Strom und Entsorgungsmöglichkeit. 20.-€ ist für Elba fast ein Schnäppchen.

Uschi muss unbedingt Haare waschen. Außer uns noch ein Münchner, zwei Italiener und ein

Franzose. Ein gelungener Tag, der Hobel hat heute 64 km zurückgelegt.

Mittwoch 03.04.2024

Nach dem Frühstück fahren wir zunächst die Serpentinenstraße am Fuß des höchsten Berges auf Elba, dem Monte Capanne (1019m), hoch. Wir zweigen nach Marciana Alta ab, während es links zum Ort Poggio geht. Beide Bergdörfer liegen malerisch in die Gebirgslandschaft eingebettet.

Hinter Marciana Alta halten wir an einem sehr schön hergerichteten Rastplatz und haben

einen tollen Blick. Schon eine Leistung hier die gewaltigen Kirchen und die Ort zu erstellen. Unter uns am Meer liegt Marcania Marina, wo wir oberhalb übernachtet haben.

Die schmale Straße schlängelt sich nun wieder Richtung Meer. Eine schöne Bucht bei Sant Andrea und dann rollt der Hobel auf einer spektakulären Küstenstraße meist oberhalb des Meeres. Wir passieren die besonders schönen Orte Patresi, Chiessi, Pomonte. Hinter Pomonte legen wir an einem herrlichen Rastplatz die Mittagspause ein. Gut sieht man auf den Abschnitt der Küstenstraße oberhalb der Punta Nera. Unser Blick reicht sogar bis Korsika. Ein Teppich voller Iris direkt unter uns und eine besonders freche Möwe schaut, was es zu essen gibt.

Begleitet uns einfach auf diesem besonders schönen Abschnitt von Elba. Allerdings mögen wir uns angesichts der unzähligen Hotels, Pensionen und anderen touristischen Einrichtungen gar nicht ausmalen, wie es hier in den Ferienmonaten zugehen wird. Bestimmt keine Gaudi mehr.

Über Fetovia, Secceto, Marina di Campo fahren wir die Küste weiter, bis wir wieder kurz hinter 

Porto Azzurro den schon mal benutzten Übernachtungsplatz anlaufen. Er kostet nichts und liegt wunderbar oberhalb des Meeres, Wellenrauschen gibt es in angenehmer Lautstärke

Hier unternehmen wir noch eine kurze Küstenwanderung zum giftgrünen See Laghetto di Terranera. Ein absolut schöner Reisetag mit bestem Wetter, schöner Landschaft und angenehm wenig Touristen.

Donnerstag 04.04.2024

Heute gehen wir von unsere Bucht ( offiziell Spaggia Reale) den ausgeschilderten Küstenweg nach

Porto Azzurro, wunderschön oberhalb des Meere. Schon bald sehen wir die Festung des Ortes, die zum Teil heute als Gefängnis Verwendung findet. Bezaubernd sind die vielen Blumen am

Wegrand, besonders die Orchideenwiese ist eine Augenweide. Auch Agaven in allen Altersklassen sind an der Steilküste in großer Anzahl.

Wir erreichen die Bucht von Porto Azzurro und nun geht es steil eine enge Straße hinunter zum

Hafen. Der Platz hat einige nette Cafes,  Ristorente, Eisdielen und Geschäfte. Alle ist, wie bisher 

überall auf Elba sehr sauber und gepflegt. Wir wählen eine ansprechende Pizzeria aus und sind vom Preis/Leistungsverhältnis in dieser Touristenregion angenehm überrascht, Der Hauswein ist außerdem ganz hervorragend.

Dann geht es den gleichen Weg bis zu unserem Hobel zurück.

Eine zwar nicht sehr lange, aber herrliche Wanderung mit schöner Sicht auf die malerische 

Landschaft.

Freitag 05.04.2024

Heute wird der Hobel für einen Stellplatzwechsel 21 km bewegt. Wir verlassen den Platz hinter Porto Azzurro und fahren nochmals auf den schönen Platz direkt am Meer, da wo wir die 

7 Tage Sturm und Regen verbracht haben. Unterwegs werden noch ein paar Kleinigkeiten

eingekauft und in Rio Mare an der bekannten Wasserstelle den Tank gefüllt. Wir buchen 

gleich noch die Fähre nach Piombino für Montag 10:00 Uhr. Das Wochenende wollen wir hier kurz vor Cavo verbringen. Wir sind sehr überrascht, dass wir heute ganz alleine hier übernachten.

Es kommt nur ab und zu mal ein Einheimischer zum Angeln herunter.  Ansonsten genießen wir die 

himmlische Ruhe.

Samstag 06.04.2024

So werden wir heute früh wach, die Sonne ist gerade am Aufgehen. Den ganzen Tag bleibt sie uns

erhalten, auch wenn sie mal für kurze Zeit von Windwolken verdeckt wird. Kein einziges Campingfahrzeug kommt auch heute in "unsere Bucht". Ab und zu Einheimische, die ihre Hunde springen lassen und Segelboote die vorbeifahren. Bis auf einen kurzen Strandspaziergang sind wir heute richtig faul, muss auch mal sein. Ab 18:00 Uhr gehört die Bucht wieder uns allein.

Wir haben so um die 22°C, Sabine hat mal angerufen, in Großkaro haben sie knapp 30°C, und das Anfang April. Morgen bleiben wir nochmals hier, das letzte Mal Meer vorläufig.

Sonntag 07.04.2024

Herrlichster Sonnenschein bei 22°C um die Mittagszeit, heute ist etwas mehr los. Einige Italiener

legen sich an den Strand, aber das Wasser ist noch zu kalt. Ansonsten ein Angler, ein nette Blume und eine neugierige Eidechse, mehr gibt e hier nicht zu sehen. Aber sehr erholsam das Ganze.

Vom gesperrten Abschnitt des früheren Fußpfades nach Cavo haben wir einen schönen Blick auf

die Insel mit Leuchtturm und auf Piombino. Dass hier eine Eisenerzmine war sehen wir an den

Steinen ringsherum. Sehr malerisch, als gegen Abend die kleinen Fischerboote aus Rio Mariana kommen und ihre Netze auslegen. Auch heute sind wir zum Übernachten ganz alleine. 

Montag 08.04.2024

Bei herrlichstem Wetter legt unsere Fähre pünktlich um 09:55 Uhr in Rio Marina ab und nach 45 Minuten sind wir wieder auf dem Festland in Piombino. Zunächst im Eurospin Supermarkt die 

Vorräte aufgefüllt, den Hobel voll getankt ( 1 l Diesel  1,749!!!). Wir wollen nach Massa Marittima, aber nicht auf der Hauptstrecke über Follonica. Wir wählen ein Ministräßchen durch die Weingüter.

Ganz schön auf und ab über Casalappi, San Lorenzo und Montebamboli. Zum Glück kommt uns auf der ganzen Strecke kein Fahrzeug entgegen, denn hier ist es wirklich eng. Nochmals ein schöner Blick auf das Meer und Elba, über uns Massa Marittima..

In der Stadt , gebaut zwischen 11.und 13.Jahrhundert finden wir eine gute Parkmöglichkeit. Es ist absolut tote Hose. Kein Camper, ein paar Radfahrer und wenige PKW Touris. Ein kurzer Weg führt

zum Centro Storico. Toll der Blick auf den Dom San Cerbone am der Piazza Garibaldi. Gut erhaltene Fresken an einer Quelle. Auch im gewaltigen Dom sind teilweise Fresken gut erhalten oder werden restauriert.

Wir schlendern durch die nett anzusehenden Gassen, gönnen uns einen Cappuccino. Beim Verlassen des sehenswerten Städtchen, beinahe ein großes Malheur. Das Navi zeigt uns eine

Straße an, bei der Wohnmobile eigentlich verboten sind. Wolfgang ist der Meinung, dass wir ja nur ein Camper sind und fährt. Sofort kommt eine absolut enge schmale Kurve, es ist extrem steil und wir müssen zurückstoßen. Eine echte Herausforderung. Nach vorne zur Mauer 10 cm, links zum

tiefen Loch des Abwasserkanals 6 cm. Nach 3 Versuchen klappt es Gott sei Dan ohne Blessuren ab Auto, aber das war mehr als knapp. Die anschließende Rüge von Uschi fällt entsprechend heftig aus. Weiter dann noch einige Kilometer bis auf einen kostenlosen Stellplatz der Gemeinde 

Sasso Pisano. Der Ort liegt malerisch an einen Felsen geschmiegt. Morgen wollen wir eine Wanderung durch das Thermalgebiet unternehmen und dem Ort einen Besuch abstatten.

Dienstag 09.04.2024

Gegen 1/2 10 Uhr marschieren wir los. Zunächst schauen wir uns Sasso Pisano an, dauert nicht lange, der sehr überschaubar klein. Die Festungskirche ist sehr schlicht und zeigt, dass dieser Ort nicht so reich war, wie Massa Marittima. 

Anschließend unternehmen wir eine wunderschöne Rundwanderung (Naturlehrpfad) durch die

"Biancane", eine von ganz kleinen Geysiren durchsetzte dampfende Landschaft. Es geht auf einem manchmal recht schlechten Steig auf und ab bis wir letztlich auf der Anhöhe sind, von dort sieht man nochmals auf das Meer hinunter. Schön sind die verschiedenen Farben des Gesteins.

Zwischendrin ist ein malerischer Teich mit unendlich vielen Fröschen, die ein richtiges 

Gequake veranstalten. Nach knapp 3 Stunden sind wir wieder am Hobel. Den Rest des Tages verbringen wir am Stellplatz. Die Sonne ist zwar überwiegend bei 23°C präsent, aber es kommen aber immer wieder ziemlich kühle Windböen. Heute Nacht soll es Gewitter geben und bis morgen Vormittag etwas regnen.

Mittwoch 10.04.2024

In der Nacht regnet es einige Male ganz schön heftig, aber ab 07:00 Uhr morgens ist es damit vorbei, bleibt aber fast den ganzen Vormittag noch stark bewölkt. Grauwasser weg, Toilette leer, so fahren wir um 1/2 11 Uhr weg von Sasso Pisano. Die Landschaft Richtung Castenuovo di Valle di

Cecina ist mit Kühltürmen gut bestückt, denn wir fahren durch das Gebiet, bei dem der Energiekonzern Enel die Green Energy installiert hat und die Orte mit Fernwärme versorgt.

Dennoch landschaftlich meist reizvoll mit den typischen Toscana Bildern bis unterhalb von Volterra.

Bevor wir die Serpentinenstraße nach Volterra benutzen, füllen wir in Saline di Volterra den Frischwassertank an einer städtitschen Zapfstelle auf. Dank Park 4 Night finden wir einen kostenlosen Parkplatz, von dem es zu Fuß gute 10 Minuten in das Zentrum sind. Zunächst kommen wir an der Parrochia di San Giosto vorbeir und betreten dann die mittelalterliche

Stadt durch die Porta all'Arco , das alte Etruskertor aus dem 4.Jahrhundert v. Chr. Von hier haben wir einen herrlichen Blick auf das Umland.

Steil geht es durch die enge Gasse zum Piazza dei Priori. Der von hohen Turmhäusern und Palazzi

gesäumte Hauptplatz bildet das Zentrum der Stadt. Weiter marschieren wir zum Dom, dessen

Hauptportal zebragestreift ist. Sehenswert sind auch hier die engen Gassen mit den verwinkelten und verschachtelten Bauten.

Zwischendurch essen wir in einer kleinen Trattoria ein gutes Menü, später gibt es noch ein leckeres Eis als Nachtisch. Gemütlich bummeln wir zum Hobel zurück und nehmen die landschaftlich schöne Route bis zu einem Stellplatz bei Monteriggioni. Unterwegs sehen wir kurz in einiger Entfernung die Türme von San Gimignano. Morgen wollen wir das Castello di Monteriggioni 

besichtigen, eine 1203 errichtete Verteidigungsburg.

Donnerstag 11.04.2024

Von unserem Stellplatz sind es gerade mal 10 Minuten zu Fuß zum Castello di Monteriggioni

Die 570 m lange Rundmauer mit ihren 14 Wehrtürmen ist komplett erhalten und teilweise begehbar. Im Inneren ist die immer kleiner werdende Dorfgemeinschaft. Der Hauptplatz hat einige Souvenirshops, Bars Restaurants und die kleine Kirch Chiesa de Santa Maria aufzuweisen. Aber alles ist nett anzusehen, die kleinen Details schaffen eine besondere Atmosphäre. Ein Cappuccino ist natürlich auch fast Pflicht.

Nach der Besichtigung rollt der Hobel eine herrliche Nebenstrecke an zahlreichen Weingütern vorbei nach Castellina in Chianti. Fast kein Verkehr, das haben wir gut ausgewählt. Au dem Parkplatz, der gleichzeitig ein Wohnmobil Stellplatz mit den entsprechenden Einrichtungen ist, sind wir ganz alleine. Wir gehen kurz in den Ort, kaufen frisches Brot und kochen uns dann etwas um

Mittagessen. Danach bummeln wir nochmals in den kleinen Ort. Nur eine Handvoll Touristen, es ist unglaublich wenig los. Noch ein Eis zum Schluss und wir fahren über Radda in Chianti nach Montevarchi. Von hier bis Arezzo ist wieder ordentlich Verkehr. Wir suchen den uns schon bekannten Stellplatz in deer Nähe zum Zentrum auf, hier sind wir dann doch 14 Campingfahrzeuge. Morgen wollen wir uns nochmals Arezzo anschauen. Es ist sehr schwül und eigentlich ist es gewittrig bei 24-26°C.  

Freitag 12.04.2024

Heute soll der wärmste Tag werden seit wir unterwegs sind. Der stahlblaue wolkenlose Himmel schon in der Früh deutet darauf hin. Wir machen uns auf den Weg, um in Arezzo einen Stadtrundgang zu unternehmen. Die Rolltreppen hoch und in 10 Minuten sind wir an der Festung.

Von hier ein schöner Blick auf den gewaltigen Dom, der von allen Seiten ein imposantes Bauwerk darstellt, aber auch innen wunderschön. In der gesamten Stadt ist so gut wie nichts los, die in der Saison hoffnungslos überfüllte Piazza Grande ist geradezu menschenleer. Immer wieder gibt es 

wunderbare Fotomotive. Nach guten 2 Stunden zurück zum Hobel.

Nun geht es 40 km weiter nach Citta de Castello, wo wir am WOMO Parkplatz gleich neben der Stadtmauer kurz vor 12:30 Uhr eintreffen. Super, das gute Lokal, in dem wir vor zwei Jahren so vorzüglich gespeist haben hat offen. Die Qualität ist geblieben, ein Vorspeisenteller mit toskanischen Spezialitäten, Uschi hat Kaninchen mit Trüffel und Rosmarinkartoffel, Wolfgang einen

gegrillten Lammbraten mit Rosmarinkartoffel, dazu gemischter Salat und 2 Espressi.

Das Ganze für erschwingliche 42.-€, absolut in Ordnung. Morgen beginnt hier eine 3 tägige

Oldtimerfahrt und Uschi hat sich ihren Wagen schon ausgesucht. 

Wir kaufen dann im örtlichen Conad Markt noch einige Kleinigkeiten und fahren dann weiter.

die von uns gewählte Route geht über Sansepolcro, teilweise hoch über dem Ufer des Lago 

Montedoglio, durch Pieve Santa Stefano dann bis über 1000 zum Kloster Verna. Nach dessen Besichtigung finden wir im Ort Chiusi della Verna eine gute Übernachtungsmöglichkeit am

Fußballplatz. Wir stehen ganz alleine und genießen die Abendsonne bis 19:30. Später geht das Flutlicht an, der Platzwart mäht den Rasen und gibt sein O.K. für unsere Übernachtung.

Auf einer Platzseite ist Training bis 22:00, dann ist es absolut ruhig hier.

Samstag 13.0.2024

Wiederum Kaiserwetter. Wir fahren nun die kurvenreiche Bergstraße hinunter nach Bibbiena, von dort über Poppi (markant das Castel) bis Borgo St. Lorenzo. Von dort geht es oberhalb eines Sees zum Passo li Crocci. Dieser darf nicht von LKW, Bussen und Wohnwagengespannen befahren werden. Dafür beginnt hier eine Paradestrecke für Motorradfahrer. Zu hunderten jagen sie unter starkem Gedröhne die Bergstrecke hinauf. Ab und zu sehen wir auf die tief unten liegende

Autobahn Florenz-Bologna. Nun noch den Passo de Futa auf 903 m  hinauf. Kurz nach der Passhöhe wissen wir einen für die Übernachtung geeigneten Parkplatz. Außer uns nur noch 4 Motorräder und 3 PKW, die aber gegen 17:00 alle wegfahren. Wir stehen wiederum ganz alleine .

Sonntag 14.04.2024

Uschi hat Geburtstag. Wir verbringen den Tag  am Übernachtungsplatz und lassen uns von der Sonne verwöhnen. Es ist heute nicht ratsam auf dieser Strecke unterwegs zu sein, sie ist fest in Hand unzähliger Motorradfahrer, die lassen es so richtig krachen. Die Bedingungen könnten für dieses Klientel nicht besser sein. Morgen wollen wir weiter, mal sehen wo wir landen. Am Dienstag möchten wir auf alle Fälle in dem Lokal am Po bei Occhibelo sein, wo wir schon mal ausgezeichnet gespeist und (getrunken) haben, denn eine Flasche Prosecco und eine Flasche Wein sind im

Menü enthalten .Gut, dass man dort übernachten kann. Alles Weitere hängt davon ab, ob es Uschi in der Poebene wieder schlechter geht wegen der Spritzerei mit Pestiziden, denn das wurde ja

vor der Fahrt in die Berge wieder zum Problem.

Montag 15.04.2024

Der Tag verspricht wieder genauso schön zu werden wie die vergangenen. Über den Passo di Raticosa geht es nun rasch hinunter über Pianoro in den Einzugsbereich von Bologna.

In Ozzano kaufen wir in einem nagelneuen Eurospar Markt kräftig ein, dann wird der Hobel  

aufgetankt und um 14:30 stehen wir dann am Parkplatz des Restaurants direkt am Po. Heute ist Ruhetag, aber wir wollen mal testen, ob Uschi was aufgeschnappt hat. Wenn dem so wäre, macht es auch keinen Sinn hier morgen ein Menü zu bestellen. Abwarten! Auf alle Fälle werden wir hier den Nachmittag verbringen und übernachten. Sehr schöne Abendstimmung am Po, Occhiobellos Kirche ist für den kleinen Ort sehr dominant, richtig urige Fischerhütte gleich neben unserem Stellplatz.

Dienstag 16.04.2024

Also bis jetzt ist alles in Ordnung, scheinbar ist noch nicht gespritzt. Wir gehen also um 12:30 ins Lokal zum Essen. Rein optisch sehen die Speisen wie vor 2 Jahren ganz gut aus, aber die Qualität hat doch leider sehr nachgelassen. Ja, so ist es häufig, wenn etwas zu gut geht und die 

Betreiber meinen es ist ein Selbstläufer. Also es ist unter dem Strich nicht schlecht, aber nochmal brauchen wir da nicht hin. Zum allem Überfluss ist anscheinend im Lokal selbst etwas, auf das Uschi reagiert. Also ist unser Aufbruch nach dem Essen etwas abrupt, aber zum Glück ist es nach

2 Stunden an der frischen Luft und im Hobel wieder einigermaßen vorbei. Gegen Nachmittag zieht ein richtig böiger Wind auf, es wird ganz bedeckt und sieht nach Regen aus.

Aber wir wollen uns nicht beschweren, in Anger regnet es bei 5-8°C und wir haben immerhin 23°C. Morgen werden wir Richtung Marano Lagunare fahren.

 

Mittwoch 17.04.2024

Oh, es hat kräftig abgekühlt. Wir haben morgens nur noch 8,5°C, aber dafür ist es meist sonnig und es dauert nicht lange bis wir zumindest bei 16°C sind. Für die Fahrt nach Marano Lagunare nehmen wir von Anfang an die Landstraße über Rovigo, an den Lagunen von Venedig vorbei nach S.Dona di Piave, San Michele und Latisana. Immer wieder Schilder, die erklären, warum es Uschi öfter nicht gut geht. Nicht vergessen, auch für alle die nicht allergisch reagieren sehr ungesund!!!

Etwas über 4 Stunden benötigen wir für die 202 km bis wir in Lagunare ankommen.

Da es kurz vor 13:00 Uhr ist, stellen wir den Hobel an dem von uns gewählten Übernachtungsplatz ab und gehen zum Essen in das kleine Lokal Al Mulo. Wie bisher jedes mal ganz hervorragend. Der nette, ursprüngliche Ort hat sich nicht zum Nachteil verändert. 

Obwohl es nun sehr gewittrig aussieht unternehmen wir noch einen Spaziergang zu der Lagune am Ortsende. In der Ferne donnert und blitzt es ab 16:00 Uhr.  Morgen wollen wir hier bleiben und ins nahe Vogelschutzgebiet gehen.