Mittwoch 11.05.

 

Haare waschen, Wasser auffüllen, dann schraubt sich der Hobel wieder die

 

Serpentinen von der Bucht Panagia hoch. Nach knapp 20 km erreichen wir wieder Neapoli, wo wir nochmals vorzüglich gegrillten Octopus zu Mittag essen. Wir bleiben über Nacht am Strand vom letzten Jahr, wir sind ganz alleine.

Anschließend geht es dann meist die Küste entlang Richtung Gythion.

Über Pappadianka, Aspos geht es meist durch riesige Orangen-und Mandarinenplantagen, bevor wir bei Kokkina den uns bekannten Übernachtungsplatz am Strand bei Kokkinia erreichen,

Wir stehen wiederum ganz alleine. Der Blick über die Bucht von Gythion und das Ilias Gebirge im Hinterland ist sowohl abends wie morgens eine

 

Pracht.

Donnerstag 12.05.

 

Heute lassen wir uns ungewöhnlich viel Zeit, da wir in Gythion zu Mittag Fisch essen wollen. Darum legen wir beim Schiffswrack und dem herrlichen Sandstrand eine längere Pause ein. Erstaunlich, dass dieser Strand noch nicht zugebaut ist, hoffentlich bleibt es so.

 

 

In Gythion ist der malerische Hafen immer einen Aufenthalt wert.

 

Es ist ein schmuckes Städtchen geblieben.

So ein Bild vor einem Restaurant sieht man heutzutage leider nur noch selten

Unsere Fahrt geht nun an der Ostküste des mittleren Fingers über Skoutari,

Kotronas, Kokkala bis an den südlichsten Zipfel des europäischen Festlandes, dem Kap Tenaro. Unterwegs werden die Dörfer schon von den typischen Wohntürmen der Mani geprägt.

 

 

Freitag 13.05.

 

Sofort nach dem Frühstück unternehmen wir die wunderschöne Wanderung zum Leuchtturm des Kap Tenaro. Bevor wir dann weiterfahren gibt es noch den Vormittagskaffee. Gegen 11:00 Uhr dann zurück über Aeropolis grobe Richtung Kalamata. In Limani essen wir leckeren Lammbraten mit Nudeln. Kurz vor 16:00 Uhr erreichen wir Kardamyli, und da unser schöner Übernachtungsplatz am Hafen von auf der Mole stehenden Booten belegt ist, suchen wir uns eine Alternative. Zwar nicht prickelnd, aber da es seit ½ Stunde wieder mal vor sich hin regnet, egal.

 

 

Besonders sehenswert auf dieser Strecke das uralte Dorf Vahti und die alten kleinen Kirchen, zum Teil sind die Fresken noch erhalten

Samstag 14.05.

 

Wir setzen die Reise nach ruhiger Nacht fort und sind nach einer ausgiebigen Pause vor Kalamata gegen 15:00 In Finikounda. Am dortigen Hafen gibt es wieder gut zubereiteten Fisch.

Danach gehen wir nach längerer Zeit wieder einmal auf einen Campingplatz. 

Den Platz Ammos haben wir 1977!! das erste Mal aufgesucht-damals Neueröffnung

In diesem Teil des Peleponnes ist deutlich mehr an Touristen, Campingfahrzeuge aller Größen und Preisklassen sind jetzt in der Vorsaison schon genug unterwegs.

Sonntag 15.05.

 

Wir sind überrascht, dass auf dem Platz noch nicht viel los ist, obwohl sich schon jede Menge Campingfahrzeuge in diesem Teil des Peleponnes herumtreibeen. Uns soll es recht sein. Der Strand ist und bleibt eine Wucht, aber zum Baden lädt es trotzdem noch nicht ein. Bisher war es einfach zu kühl. Es ist auch den ganzen Tag niemand im Wasser,

 

 

Montag 16.05.

 

Gegen 11:00 Uhr kehren wir Finikounda den Rücken, wir haben etwas gewartet, weil wir auf einen Rückruf des Reisebüros gewartet haben.

Wir wollen die Rückfahrt mit der Fähre am 22.05. nach Ancona

vom 12.07. ( es war ja 90 Tage Türkei geplant) umbuchen.

Nach einem Stopp im Supermarkt geht es nun erst nach Pilos, wo wir

 

Mittag essen. Hier ist am Hafen-Parkplatz nicht mehr viel frei. Es ist ordentlich was los, auch jede Menge Wohnmobile. Immer wieder schön, der Blick auf das Felsentor in der Bucht von Pilos. An der „Golden Beach“ legen wir eine längere Pause ein. Eigentlich wollen wir hier übernachten, aber da dieses Jahr keine Fahrzeuge stehen, das Übernachten eigentlich verboten ist und dazu noch der nahe Campingplatz geöffnet hat, wollen wir nichts riskieren und fahren weiter.

Wir biegen ab in die Berge und sehen uns nach vielen Jahren mal wieder den Palast des Nestor an, der leider auch völlig mit einer Stahlkonstruktion überdacht wurde.

Nachdem nichts so richtig als Übernachtungsplatz hergeht, endet die heutige Fahrt bei der antiken Stätte von Messini, die letztes Jahr schon

mal für diesen Zweck gut war. Wir konnten noch einen Blick in die weitläufige Anlage werfen, das Dorf wurde von der Abendsonne beleuchtet.

 

Dienstag 17.05.

 

Das französische Ehepaar mit den beiden kleinen Mädchen hat noch geschlafen, als wir um 08:30 zur Weiterfahrt starten. Durch dieseantike Einfahrt“ geht es nun weiter, wir wollen bis kurz vor dem Vassei Tempel fahren.

 

Da wir schmale, kurvige Bergstrecken und die

spannenden Durchfahrten in den Bergdörfern lieben, sind wir auf der

Route Malthi,Dorio,Psari,Sirrizo bis 14 km vor Aritsena genau richtig.

Unbeschreiblich schön der in voller Blüte stehende Ginster. Viele

Kilometer ist die Straße meist beidseitig von der gelben Pracht eingerahmt.

 

 

An „unserem Stellplatz“ des letzten Jahres hat sich nichts geändert.

Ziegen, Schafe und ein Hirtenhund zum Knuddeln sind auch schon da.

Nachmittags ziehen einige heftige Gewitter durch die Berge.

 

 

Mittwoch 18.05.

 

In der Früh hat sich wieder alles an Wolken verzogen. Äusserst

gemächlich rollt der Hobel die Serpentinen nach Andritsena und dann

Richtung Krestena und Pirgos. Eine sehr lange vormittägliche Kaffeepause, bevor die Olivenhaine wieder überhand nehmen.

 

In Katakolo stehen große Kreuzfahrtschiffe, wir lassen und vorläufig am Hafen nieder, werden dann aber aus unerfindlichen Gründen weggeschickt.

Da wir am Rand auch nicht stehen wollten, sind wir zu „unserem Platz“ am Ende der Halbinsel gefahren, wir wir uns für den Rest des Tages und die Nacht eingerichtet haben.

Dann entdeckte Uschi ein relativ stattliches Tier im Meer. Es war kein Delphin und kein Schweinswal. Es war die selten gewordene Mittelmeer-

Mönchsrobbe. Den ganzen Nachmittag schauten wir dem eleganten Schwimmer und Taucher beim Fischen zu—herrlich!

 

 

Abends ein richtig kitschiger Himmel

 

 

Donnerstag 19.05.

 

 

Seit 5:00 früh prasselt der Regen auf den Hobel und es geht ein stürmischer Wind, unser Fahrzeug wird ganz schön durchgerüttelt, aber es hat schon 20 °C. Wir durchfahren die nicht sehr ansprechende Ebene zwischen Pirgos und Patras. Dann die Überraschung, wegen des Sturmes ist der Fährverkehr heute eingestellt., also geht es über die Brücke für schlappe 21.-€, Auf der Festlandseite gibt es einen herrlichen blick auf die Steilküste bis zum Delta von Megalongi.

In Mesalongi kaufen wir wieder mal ein, dann geht es über den Damm bei

 

Etoliko. In Letisini bewundern wir die uralte Kirche am Ortseingang, bevor wir uns in Astokos für einen Platz in der langen Bucht bei der Windmühle entscheiden.

Freitag 20.05.

 

Die gesamte Strecke zwischen Astakos und Lefkada ist eine Show.

 

Die Uferstraße führt entweder direkt an der Steilküste oder mal unten am Wasser zunächst bis Mytikas. Herrliche Aussichten auf die vielen Inseln, dazwischen sind häufig Muschelzuchtbecken zu sehen.

An einem uralten Brunnen, aber mit neuem Wasserhahn füllen wir wieder den Frischwassertank, bevor wir uns an eine ruhige Stelle zur Kaffeepause begeben..

Rechts die Berge, links das tiefblaue Meer, so eingerahmt rollt der Hobel in Richtung Pogoria.

 

 

Nach Pogonia über den Bergrücken auf die andere Seite hoch mit Tiefblick auf Lefkada. 

Vor der Brücke zum Damm nach Lefkada beziehen wir den vorgesehenen Übernachtungsplatz, direkt bei der eindrucksvollen Festung

die Besichtigung der Festungsanlage mit der darin integrierten Kirche lohnt sich allemal.

Jede Stunde wird, mit schrillen Signalton angekündigt, die Brücke um Damm hochgeklappt und umgedreht, damit ein und ausfahrende Boote

 

passieren können.

Samstag 21.05.

Die Brücke wird dann und 22:00 das letzte Mal hochgezogen, so dass es eine überraschend ruhige Nacht wird. Den schönen Übernachtungsplatz verlassen wir Richtung Preveza. Kurz vor der Stadt geht es durch den Unterwassertunnel. Wo immer es geht fahren wir am Meer und nicht die 

Hauptstraße nach Igoumenitsa. In der Bucht von Loutra standen wir letztes Jahr coronabedingt ganz alleine. Dieses Jahr ist hier das etwas andere Griechenland, für uns ein Alptraum

 

Auch Parga wird seinem Ruf als Touristenhochburg gerecht. Aber wir essen hier ganz vorzüglich zu Mittag . Der Blick auf die bunten Häuser und die Festung lohnt allemal.

Im weitern Verlauf kommen wir in die Schwemmebene des Acheron. Von der Bergkuppe haben wir einen malerischen Blick auf beide Seiten des Bergrückens. Am Meer liegt der Ort Ammoudia.

Unsere heutige Fahrt endet am Camperstopp in Platania, dem letzten Ort vor Igoumenitsa.

Hier wollen wir den Hobel und uns für die Schifffahrt nach Ancona vorbereiten.

Sonntag 22.05.

 

Die erste Tätigkeit heute ist das Geburtstagständchen zum 7. Geburtstag unserer Emma.

Anschließend verbummeln wir den Tag an dieser recht schönen Bucht und bringen alles auf Vordermann. Um 23:15 geht die Fähre nach Ancona, dann wollen wir noch etwas Toscana geniessen.