Marokko – Sternschnuppen der Wüste - 

 

Wir wollen Wolfgangs 70.Geburtstag genau wie den 60. in der Wüste feiern.

Daher haben wir nach den guten Erfahrungen in Jordanien eine Wanderreise in Marokko gebucht. Eine echte Kleingruppenreise, da wir insgesamt nur 4 Teilnehmer sind.

Am 02.12. werden wir von Salzburg mit dem Zug nach Wien fahren und anschließend 

mit der Austrian Airlines nach Marrakesch fliegen.                   

Marokko, offiziell Königreich Marokko, ist ein Staat im Nordwesten Afrikas. Er ist durch die Straße von Gibraltar vom europäischen Kontinent getrennt. Als westlichstes der fünf Maghrebländer grenzt es im Norden an das Mittelmeer, im Westen an den Atlantischen Ozean und im Osten an Algerien. 

Marokko hat knapp 38 Mio. Einwohner, die Hauptstadt ist Rabat. Mehr als 2/3 

der Bevölkerung sind Berber.

Samstag 02.12.2023

Seit gestern haben wir ein richtiges Sauwetter, erst ein wenig Schnee, dann Regen und danach so

richtig viel Schnee. Darum bestellen wir am Abend noch das Taxi auf 4:30 Uhr um, das war auch gut so. Also beginnt um 3:15 Uhr ein langer Tag. Wir stapfen dann mit unseren Taschen und 

Rucksäcken bis vor an die Gemeindestraße. Es ist sehr schlecht zu fahren, die Autobahn ist ebenfalls noch überhaupt nicht geräumt und unter dem Schnee ist es spiegelglatt. Für 71,50€

sind wir 10 nach 5 am Salzburger Hauptbahnhof. Der Railjet steht schon da und um 5:35 können wir in unser Abteil. Die Abfahrt erfolgt pünktlich, aber aufgrund der Witterungsverhältnisse baut sich bis Wien eine 20 minütige Verspätung auf. Jetzt eilt es ein wenig, denn wir haben jetzt nur noch 50 Minuten Zeit und es ist heute wesentlich mehr Betrieb wie im Februar, da flogen wir um die selbe Zeit nach Jordanien.

Es klappt alles und geeilt hätte es auch nicht so, Zunächst hat unser Flieger Probleme mit der

Verladung des Caterings und dann stehen wir in der Wartschlange zum Enteisen.

Wir heben mit 1 1/2 Stunden Verspätung ab und landen nach 4 Stunden Flug in Marrakesch.

Der Anflug bietet einen schönen Blick auf den Hohen Atlas, das Flughafengebäude ist sehr gefällig.

Die Einreiseformalitäten sind schnell erledigt, am Ausgang steht unser Guide von Weltweitwandern

und die beiden anderen Teilnehmerinnen Natalie und Dominika sind auch da, Unsere Kleingruppe ist damit komplett. Die beiden senken den Altersschnitt ganz erheblich. Wichtig ist aber das spontane Gefühl, dass die Chemie stimmt. Said heißt unser Guide, der uns mit dem

Fahrer La Cuisine vom Flughafen in die Altstadt bringt. 

Direkt vorm Gauklerplatz steigen wir aus, gehen über den berühmten Platz und nach einem

15 minütigen Fußmarsch beziehen wir unser Gästehaus ( Riad)mitten in der Altstadt. Ein Riad ist ein traditionelles marokkanisches Haus mit einem geschlossenen Innenhof.

Wir bringen das Gepäck auf die Zimmer und begeben uns dann noch auf eine kleine Erkundung, genießen das schöne Licht der Abendsonne. Das Abendessen in unserem Riad ist vorzüglich.

Um  20:30 beenden wir den langen Tag, denn morgen ist ab 05:15 Frühstück und um 6:00 Abfahrt Richtung Wüste.

Sonntag 03.12.2023

Aufstehen ist um 4:45, nach dem Frühstück wieder vor bis zum Gauklerplatz. Im Fiat Ducato, der für 12 Personen ausgerichtet ist, können wir vier es uns bequem machen. Jeder hat einen Fensterplatz und genügend Platz für den Tagesrucksack. Es ist stockfinster als wir Marrakesch verlassen und zur kleinen Oasenstadt M'Hamid sind es gute 450 Km.

Nach 2 Stunden gibt es am Anfang des Tizi' N-Tichka Passes eine kleine Pause. Übrigens ist in Marrakesch unser Koch Mohammed zugestiegen. Die ersten 200 km bis zur Filmstadt Ouarzazate führt in karger Gebirgslandschaft  durch kleine Dörfer, vorbei an Kasbahs und 

ausgetrocknete Flusstäler. Unsere Mannschaft von links nach rechts. La Cuisine der Fahrer, Said der Guide und Mohammed der Koch.

In der Provinzhauptstadt Ouarzazate legen wir eine etwas längere Pause ein. In dieser 80000 Einwohner zählenden Stadt wurde mehrere Filme gedreht, unter anderem:  Der Gladiator, der Medicus und Game of Thrones.

Weiter geht es durch das wunderschöne Draa Tal nach Zagora. Zwischendurch legen wir um die Mittagszeit ein schmackhaftes Picknick ein.

Einen interessanten Stopp haben wir noch im Töpferdorf Tamegroute. Allerdings dürfen wir über die Arbeitsbedingungen nicht zu viel nachdenken.

Hinter der kleinen Oasenstadt M'Hamid sind wir mit dem Minibus am Ziel. Jetzt geht es noch

45 Minuten zu Fuß zu unserem ersten Lagerplatz. Herrlich die warme Abendsonne auf die kleinen 

palmenbewachsenen Dünen. Unsere Kameltreiber übernehmen das Gepäck. Neben Uschi sind 

Dominika, Natalie und Said zu sehen.

Gegen 16:00 erreichen wir den heutigen Lagerplatz, nach Tee, Kaffee und Keksen werden

zuerst mal die Zelte aufgestellt. Mohammed hat ein leckeres Abendessen gezaubert. Wir sind doch etwas müde und verschwinden kurz nach 20:00 in unsere Zelte. Morgens ist es dann  relativ

 

kühl. Waren es am Tag 23-25°C, so sind es nun 5°C.

Montag 04.12.2023

6:00 aufstehen, 6:45 Frühstück, zusammengepackt bis auf die Zelte, das übernehmen die

Kameltreiber und um 8:00 sind wir los marschiert. Nach 20 Minuten ein wunderbarer Sonnenaufgang hinter den Palmen. Lange geht es  zwischen kleinen mit Palmengruppen bewachsenen Dünen, bevor wir eine größere Steinwüste überqueren.  Gegen 11:00 ist eine

Nuss-Dattel-Feigenpause. Den Proviant hat das Dromedar von Salah, das immer mit uns geht, auch für  den Fall, dass jemand auf dem Dromedar ein Stück reiten möchte. Die anderen Gepäckdromedare mit Mustafa und Hassan sowie dem Koch Mohammed haben uns längst überholt und schlagen das nächste Lager auf. Es geht an einer ehemaligen Karawanserei vorbei,

dann erreichen wir gegen 13:30 das Lager in der Nähe des Marabout von Sidi Naji.

Die Dromedare werden natürlich auch versorgt. Uns mangelt es an nichts, sowohl das Mittag als auch das Abendessen sind sehr schmackhaft, dazwischen gibt es Kaffee und mehrere Sorten Tee.

Dienstag 05.12.2023

Nun ist es also passiert und man hat nichts bemerkt. Wolfgang ist gerade 70 Jahre alt geworden.

Um 1/2 6 ist aufstehen angesagt, kurz nach 6 Uhr wird gefrühstückt und um 7:30 marschieren wir wieder los. Langsam wird es hell. Sehr abwechslungsreich über kleinere und mittlere Dünen, dazwischen steinfreie Ebenen. Um 11:00 die obligatorische Nuss und Trockenobstpause.

Das war hoffentlich kein Dromedar von unserem Reiseveranstalter. Zwei Stunden später gibt es

ein Picknick mit Tomaten Gurken Makrelen und Fladenbrot. Nach weiteren 2 Stunden erreichen

wir in den eindrucksvollen Dünen von Erg Zeher unser nächstes Lager.

Mittwoch 06.12.2023

Auch heute um 07:35 sehr früh losmarschiert, denn um die Mittagszeit wird es doch ganz schön

heiß. Zur Besteigung der höchsten Düne benötigen wir vom Übernachtungsplatz 1 1/2 Stunden.

Auf dem nach beiden Seiten steil abfallenden Grat müssen wir schon konzentriert gehen. Es kann zwar 

nicht viel passieren, aber ein Sturz in den teils tiefen Sand wäre doch nicht so lustig. Immer wieder

schöne Ausblicke auf die Dünenlandschaft, die Grenze nach Algerien ist ungefähr 20 km entfernt..

Wir gehen, wenn möglich auf den Dünen, die jetzt wieder niedriger werden.  Unglaublich, dass hier immer wieder mal was wächst, da muss dann eine Wasserader sein.  Später überqueren wir das Oued Draa. Unser Dromedar Führer Salah ist immer für ein Späßchen zu haben. Überhaupt ist unsere Gruppe sehr harmonisch, absolut spannungsfrei. Nach über 5 Stunden reiner Gehzeit erreichen wir in den Dünen von Erg Smer unser Lager. Nach etwas Körperpflege besteigen wir noch eine Düne und genießen die Ruhe bis die Sonne verschwindet. 

Donnerstag 07.12.2023

Heute Nacht ist es ziemlich kühl. Der letzte Wandertag ist nochmals recht abwechslungsreich.

Erst entlang des Flussbettes des Oued Myet, danach geht es lange über die Dünen von Dayat Chgaga, meist oben am Kamm. Eine größere Tamariske bietet uns für die Nusspause Schatten.

In unserem Übernachtungsplatz in Khert Lglzim gibt es natürlich wiederum ein sehr schmackhaftes

Essen, den Rest des Tages nutzen wir zur Entspannung auf den umliegenden Dünen.

Samstag 08.12.202

Die letzte Nacht im Zelt. Heute müssen wir schon um 5 Uhr aus dem Schlafsack, denn es steht eine lange Rückreise nach Marrakesch an. Zunächst kommt eine Geländewagen, er uns in 3 Stunden über die Ebene des derzeit ausgetrockneten Iriki Sees nach Foum Zguid bringt. Die Piste ist mal sandig, dann wieder steinig. Teilweise fühlen wir uns an "Klein" Monument Valley erinnert. 

In dem kleinen Ort steigen wir nach einer Kaffeepause in "unseren" Fiat Ducato um.

Es folgen kleine Oasen und Dörfer auf der Straße nach Tazenacht. Unterwegs halten wir für ein

Picknick, bevor es dann über den Tizi n' Tichka Pass zurück nach Marrakesch geht, wo wir gegen

18 Uhr ankommen. Wir sind doch ganz schön geschafft, zumal Uschi schon in der Nacht nicht mehr fit war. Unterwegs ist es eher schlechter geworden, so dass wir nach einer warmen Suppe bald in unserem Zimmer verschwinden. Es sieht so aus, wie wenn wir uns etwas eingefangen haben.

Samstag 09.12.2023

Ja so ist es tatsächlich. Uschi hat in der Nacht Fieber, sie verzichtet auf die Altstadtführung in Marrakesch und schont sich für die morgige sicher ebenfalls anstrengende Rückreise. Dominika hat etwas anderes vor, deshalb haben Natalie und Wolfgang den Stadtführer für sich.

Gut 2 1/2 Stunden gehen wir durch die engen verwinkelten Gassen von Alt Marrakesch. 

Interessant sind die Handwerkergassen und die kleinen Souks .

Besonders schön ist die Besichtigung der Medersa Ben Youssef, einer ehemaligen Koranschule.

Gegründet wurde das eindrucksvolle Bauwerk im 14. Jahrhundert.

Ab dem Nachmittag sind wir beide dann allein. Dominika und Natalie fliegen heute Nachmittag schon zurück. Wir selbst betreiben Schadensbegrenzung für den Heimflug. 

Sonntag 10.12.2023

Nach dem Frühstück und Tasche packen genießen wir auf der Dach Terrasse unseres Riad die

warmen Sonnenstrahlen. Um 12:00 werden wir zum Flughafen abgeholt. Zunächst in 4 ruhigen

Flugstunden nach Frankfurt. Man merkt, wir sind wieder in Deutschland. Der Schmutz, die mangelhafte Beschilderung, das auffällig unfreundliche Personal bei Kontrolle. Es zeiht sich durch wie ein roter Faden-Deutschland wo steuern wir hin?

Der Flieger nach Salzburg hat 40 Minuten Verspätung, so dass wir erst um 0:25 landen. Danach ins 

Taxi ,so dass wir um 1:30 in Anger sind. 

Es war schön, aber anstrengend. Wenn wir ehrlich sind ist es schon so, dass insgesamt  4 Tage An-und Abreise ( Flug und Minibus) zu viel Aufwand für 4 Tage Wüstenwanderung bedeutet.